Über das Modul becosET steht ein Entscheidungstabellensystem / Wissensmanagementsystem zur Verfügung, mit dem sich Expertenwissen in Form von Regelwerken interaktiv definieren läßt. Die becosEPS-Module und FLEGRAS verfügen an allen relevanten Stellen über die Möglichkeit, über becosET definierte Entscheidungstabellen einzubinden.
Ganz allgemein können Sie mit dem Einsatz des becos-Entscheidungstabellen-Systems auf Grund vorhandener Daten rechtzeitig die optimalen Entscheidungsmöglichkeiten innerhalb Ihrer Gechäftsprozesse erkennen. Das bedeutet, dass Sie stets rechtzeitig Einfluß haben auf Steuerungsabläufe und entsprechende Aktionen einleiten können.
Während die frühe Informatik noch strikt zwischen Programm und Daten trennte, gehen Informatiker heute davon aus, daß Wissen nicht nur aus Daten (Fakten) besteht, sondern auch daraus, wie man diese Daten (Fakten) verarbeitet. Diese beiden Wissenskomponenten repräsentiert das becos-Entscheidungstabellen-System in klarer und übersichtlicher Form: Es stellt Wissen so dar, dass zum einen der Wissenserwerb (Wissensakquisition, Lernen) und zum anderen das Schlußfolgern (Inferenz) aus dem vorhandenen Wissen auf effektive Weise möglich wird.
Ein Entscheidungstabellen-System arbeitet auf der Basis von Regeln,
- WENN dieses und jenes zutrifft, DANN tue irgendwas -
die jeweils die Bedingungen für das Zutreffen der Regel angeben und die Aktionen, die ausgeführt werden, wenn die Bedingungen der Regel erfüllt sind.
Als größter Vorteil von Entscheidungstabellen erweist sich dabei, dass sie nur die Form und Interpretation der Regeln vorgeben. Die Regeln selbst gehören zur Wissensbasis des Systems und sind dadurch leicht änderbar, so dass das System ohne Programmieraufwand an neue Erfordernisse anzupassen ist. Damit gewährleistet das becos-Entscheidungstabellen-System die erforderliche Flexibilität.
Systeme für Entscheidungstabellen bestehen aus zwei getrennten Komponenten:
- dem Entscheidungstabellen-Interpreter (ET-Interpreter) zur Abarbeitung von Regeln. Der Interpreter ermittelt aus der vorhandenen Menge von Regeln die zutreffenden und führt deren Aktionen aus. Man nennt das "Feuern der Regel".
- dem Entscheidungstabellen-Editor (ET-Editor). Mit dem Editor legt der Benutzer die Regeln der Entscheidungstabelle an oder ändert sie.
Entscheidungstabellen-Systeme werden primär überall dort eingesetzt, wo Entscheidungen strikt nach bekannten Regeln ablaufen. Ein Beispiel wäre die Ausschußprüfung in der Teilefertigung.
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